Was wäre gewesen, wenn……

Das Hochwasser 2005

Wäre die BWB nicht 1980 eingestellt worden, so dann vermutlich nach dem Hochwasser im August 2005.

Siehe hierzu auch den Artikel bei Wikipedia : Alpenhochwasser 2005

Beim Hochwasser im August 2005 wurde die ehemalige Trasse zwischen Doren und Kennelbach massiv zerstört. Dabei handelte es sich um ein sogenanntes 300 jähriges Hochwasser, das also im Schnitt alle 300 Jahre auftritt.  Die Bregenzerach war dabei bis zu 8m über dem Normalpegel, sodass sogar durch die ehemaligen Tunnels bei der Rotach und dem Rickenbach das Wasser durchfloss.  Die beiden Tunnels sind seit Jahren einsturzgefährdet.

Beim Bahnhof Lingenau/Hittisau wurde der dort abgestellte Original BWB-Waggon weggespült und zerstört.

Das die Trasse zwischen Doren und Kennelbach noch einmal zum Leben erweckt wird, ist sehr unwahrscheinlich. Dieser Bereich liegt zudem in einem europäischen Naturschutzgebiet, was größere bauliche Maßnahmen nicht zulässt. Somit wird die Strecke dort vermutlich in einigen Jahren unpassierbar sein.

Komplett zerstörte Trasse zwischen Doren und Kennelbach 2009

Der Achraintunnel

Der Bau des Achraintunnels hat im gewissen Sinne auch etwas mit der Bregenzerwaldbahn zu tun. Er stellt nämlich die 1983 bei der Einstellung versprochene Anbindung des Bregenzerwaldes an die Rheintalautobahn dar.

Oft höre ich heute von verschiedenen Personen: Wäre die Bahntrasse eine Strasse gewesen, würde diese heute noch bestehen. Das glaube ich auch. Autos haben in unserer Gesellschaft eben einen höheren Stellenwert, das ist zu akzeptieren. Mit dem Preis des im Jänner 2009 eröffneten Achrain – Tunnels (Baukosten insgesamt 130 Millionen Euro) hätte man die komplette Wälderbahntrasse inkl. aller Brücken und Tunnels neu bauen können.

Infos zum Achraintunnel

Achraintunnel

Der Achraintunnel: Bringt eine bessere Verkehrsanbindung des Bregenzerwaldes an die Autobahn

 

Der Naturpark Nagelfluhkette saniert einen Teil der Trasse!

Der Naturpark Nagelfluhkette vereint Gemeinden aus dem Südlichen Allgäu mit Gemeinden des vorderen Bregenzerwaldes. Es ist der erste grenzüberschreitende Naturpark zwischen Österreich und Deutschland und wurde 2003 gegründet. Ein Ziel dieser Institution ist es, den Tourismus in der Region zu entwickeln. Es wurden im September 2009  4,5 Millionen Euro bereitgestellt, um die Strecke auf dem Abschnitt Egg-Doren/Sulzberg weiter auszubauen und zu sichern mit dem Ziel, die alte Bahntrasse mit dem Radnetz im angrenzenden Allgäu zu verbinden. So ist zumindest in diesem Abschnitt kein weiterer Verfall der Strecke mehr zu erwarten.

Was mit den eingesetzten Geldern passiert, werde ich hier weiterhin dokumentieren.

Es ist einfach die Pflicht der Gemeinden des Bregenzerwaldes, zumindest die heute noch vorhandenen Bauten für die Nachwelt zu erhalten. Und mit den nun geplanten Maßnahmen sollte dies wirklich möglich sein.

 

Nach oben
© 2009-2012 Thomas Hammerer
Krumbach / Bregenzerwald
Letzte Änderungen siehe Bereich HISTORIE
Email senden

Besucher seit 15. September 2009 :
Counter